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Die Yin und Yang Lehre

Im vorherigen Abschnitt habe ich es bereits angesprochen, aber weil es so wichtig ist, hier nochmal im Detail, und zwar es geht um diese grundsätzliche Lehre von Yin und Yang. Der Einfachheit halber wird sie oft so dargestellt, dass man alles in Yin und Yang aufteilen könne, also gemeint ist, man kann alles zum Beispiel in weiblich/männlich, hart/weich usw also in diese dualen Gegensätze einordnen. Aber, wenn dies schon die gesamte Yin-Yang Lehre wäre, dann würde das Yin Yang Symbol so aussehen, wie rechts in Abb 1 dargestellt.

Im echten Yinyang Symbol (Abb 2) hingegen haben wir noch das ineinander über fließende Element. Das wird oft vergessen, dass die Yin/Yang Lehre beinhaltet, dass sich Yin und Yang abwechseln, dass Yang in sich die Tendenz hat zu Yin zu werden, das Harte wird weich, und eben umgekehrt auch. Yang bleibt nie auf Dauer Yang, sondern wandelt sich immer irgendwann zu Yin - und umgekehrt genau so. Diese stetige Wandlung ist ein wichtiger Aspekt des stetigen dynamischen Ausgleichsstreben, welches immer und überall präsent ist. Wir sehen das auch im Mensch selbst. Kein Mann ist immer nur aktiv (Yang), sondern er hat genau so auch Ruhe (Yin) Zeiten, sprich jeder Mann hat in sich genau so diese Yin-Anteile, und auch umgekehrt, jede Frau hat in sich Yanganteile, und so ist es eben auch in einer Partnerschaft ganz und gar natürlich, dass auch die Frau immer wieder die Führung übernimmt, also die aktive Yang Rolle.

Und um es nochmals deutlich im Bezug auf den vorherigen Abschnitt zu sagen: Wenn in der Sexualität diese Yin-Yang Wechsel nicht stattfinden, also wenn zum Beispiel der Glaube vorherrscht, die Frau müsse passiv verbleiben, weil sie Yin sei und sozusagen alles über sich ergehen lassen, dann wäre dies die Entsprechung zu obiger Abb 1. Und so wurde es leider über tausend Jahre von der Kirche gelehrt und von Generation zu Generation unbewusst weitergegeben und auch heute unbewusst noch in viele Frauen tief sitzend, und aus solchen Fehlprogrammierungen muss man aber aussteigen, weil ansonsten kann der göttliche Fluss der Energiewechsel nicht entstehen. Darum ist es für die Frau unglaublich wertvoll, wenn sie Methoden einübt, wie die vaginalen Muskelübungen des vorherigen Abschnittes, denn das wäre eine solche Möglichkeit diesen Wechsel vom Yin zum Yang zu vollziehen. [1] Und natürlich die Übungen sind unbegrenzt, hier kann das Paar bewusst immer wieder wechseln, von Phasen, wo der Mann mit seinem Zauberstab aktiv ist, und Phasen wo die Frau mit ihren Vaginalmuskeln die aktive Rolle übernimmt. Auch der Mann muss das ja einüben, dass er im göttlichen Geschehen immer wieder auch in die Yin Rolle geht und einfach das Fließen lassen zulässt, ohne es erzwingen zu müssen. So übt man dann auf wunderbare Art und Weise die Erfüllung dieses Naturgesetzes, dass Yin und Yang ineinander übergehen. [2]
Desto mehr wir unsere Handlungen an den Naturgesetzen ausrichten, desto größer wird unser Energiepotential in dem wir leben.

In dem tantrischen Yin-Yang Energiekreis hat ja die Frau die Aufgabe, die Energien von unten nach oben zu bringen, was ja eine Transformation bewirkt. Und natürlich wird sie gerade diesen Part viel besser erfüllen können, wenn sie einen guten Zugang zu ihren Vaginalmuskeln besitzt, weil dann kann sie um ein vielfaches besser die Energien von wirklich ganz unten nach oben holen. Dies geschieht sogar auch dann, wenn sie es gar nicht bewusst macht, weil einfach ihr Körperbewusstsein durch die Übung sozusagen diesen unteren Bereich ihres Seins „erobert“ hat.





[1] Ich möchte hier an noch einem Beispiel aufzeigen warum das so wichtig für Frauen in Beziehungen ist. Und zwar, nehmen wir konkret den Fall, dass die Frau über die Sexualität in ihrer Beziehung unzufrieden ist, was ja tatsächlich in vielen Beziehungen so ist. Oft wird dem Mann dann vorgeworfen er wolle „nur Sex“, und aus dem Wort „nur“ kann man es ja schon ableiten, dass die Frau zumindest unbewusst mehr will, also das was man mit Tantra erreichen kann, nämlich die Transformation von Energien der beiden Partner. Nun ist es ja so: Veränderung anstoßen kann immer nur derjenige der in der Yang Rolle ist. Wenn die Frau nun aber gar nicht weiß wie sie sexuell in die Yangrolle kommt, was bleibt ihr dann übrig ? Sie ist dann die Gefangene ihres alten Kirchendenkens und muss es sozusagen über sich ergehen lassen (dass nur Sex geschieht ohne transformative Wirkung) oder sie muss alternativ ganz aus der Beziehung aussteigen, und genau dies geschieht ja in gigantischem Ausmaß in unserer Gesellschaft, zum Beispiel die hohe Zahl alleinerziehender Frauen zeigt dies deutlich auf. Ihnen blieb nichts übrig als in die Sexverweigerung zu gehen, weil sie keine andere Möglichkeit kennen, das sind unglaublich viele Frauen, die dann in dieser Verweigerungsfalle drinhängen, wirklich unglaublich viele. Und das ist genau dann dieses Nicht-Weiterfließen, sondern sich sogar dagegen stellen. Das ist das Verweilen im Nicht-Fluss des Lebens.. das Vertrocknen des 2.Chakras, Depression, Burnout, und was so alles dazu gehört. Dabei könnte sie mittels dieser Übung ganz einfach sexuell in die Yangrolle gehen und so die Führung übernehmen und so eine neue Richtung einschlagen. Denn es ist logisch: Derjenige, also diejenige, die unzufrieden ist, muss etwas ändern, nicht der andere. Der Glaube, wenn man unzufrieden ist müsse der andere etwas ändern ist manipulativ, denn die Veränderung muss immer zuerst in einem selbst stattfinden, bevor sie im Außen stattfinden kann. Jammern oder Verweigerung entspricht nicht dem göttlichen Fluss des Lebens. Auch hier gilt, dass es eben nicht darum geht Grenzen zu setzen (auch wenn das noch so viele Möchtegernpsychologen lehren), sondern die eigenen alten unbewussten Grenzen zu überwinden, nämlich in dem Fall genau jene Grenzen die verhindern dass frau in die sexuelle Yangrolle hinüberwechselt und so den natürlichen Wechselfluss zwischen Yin und Yang in sich selbst und dann indirekt auch in der Partnerschaft zulässt.

[2] Diese Übung wäre gerade für Paare, wo das Yin-Yang Gleichgewicht stark gestört ist eine wunderbar heilsame Übung. Also Paare, wo einer der beiden Partner viel zu passiv oder viel zu aktiv ist. So kann geübt werden diesen ja eigentlich natürlichen stetigen Wechsel zwischen Yin und Yang immer wieder und wieder zuzulassen und diesen Wechsel sozusagen einzuüben. Die sexuelle Ebene ist ja eine sehr tiefe Ebene, das heißt was hier gelernt und geübt wird, wird sich dann irgendwann auch auf alltäglichen Ebenen manifestieren, denn die Heilungsimpulse wirken von den tieferen Ebenen immer nach oben.


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