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Definition Tantra

Tantra ist ein weiter Begriff und es gibt auch keine offizielle Definition, was als Tantra bezeichnet werden kann und was nicht. Im Grund kann man deshalb fast alles als Tantra bezeichnen. Mit dem Tantra im östlichen Ursinne ist eigentlich zunächst nur ein „sich ausdehnendes Bewusstsein“ gemeint, also eine innere Haltung des sich immer mehr Öffnens. Mit Sex hat das an sich gar nichts zu tun, wenngleich ein bedingungsloses sich ausdehnen letztlich einem Verschmelzen also einem sexuellen Akt im übertragenen Sinne gleichkommt. Ein sich ausdehnen bedeute ja, dass sich unser Bewusstsein in zusätzliche Räume hinein entfaltet, was energetisch auch nichts anderes ist, als wenn wir uns einem Liebespartner öffnen, denn so öffnen wir uns auch einem neuen Raum oder einem neuen Thema oder einem neuen Gegenstand, den wir so mit unserem Bewusstsein durchdringen, also mit unserer Energie erfüllen und verschmelzen. Wenn zwei sich ausdehnen, in das jeweilige Feld des anderen hinein, das wäre dann also Tantra.

Zu einem sich ausdehnendes Bewusstsein passen natürlich keine Beschränkungen, keine Begrenzungen. Darum beinhaltet das tantrische Bewusstsein dass man weder sich selbst noch dem Partner/in Begrenzungen oder Verbote auferlegt. Es geht also auch um das Üben einer grenzenlosen Liebe und eines grenzenlosen Seins. Dies erfordert natürlich sehr viel Vertrauen in uns selbst, in das Leben und in den Partner, denn in einem grenzenlosen Sein gibt es nichts mehr was unser Ego und unsere Vorstellungen[1] und unsere Ängste[2] vor der Auflösung schützt.

Tantra primär auf der sexuellen Ebene zu verstehen, ist eigentlich eine jüngere westliche Sichtweise, die ihren Anfang mit Osho’s Lehren nahm, als diese ihren Weg in den Westen fanden.
Eine verbreitete westliche Definition von Tantra wäre, dass man sagt, Tantra ist es dann, wenn man auf einen tantrischen Orgasmus hinsteuert.

Ich möchte aber konkret für dieses Buch Tantra noch viel strikter definieren. Dies bedeutet nicht, dass nicht auch andere Definitionen ok wären, aber für eine Verschmelzung auf der energetischen Ebene im Sinne dieser tantrischen Lehre wie ich sie in diesem Buch präsentiere, sollen die folgenden Bedingungen erfüllt sein:


Auch andere energieraubende Prozesse, [5] zum Beispiel Süchte, sollten von den beiden beteiligten Partnern weitgehend vermieden werden, beziehungsweise, falls vorhanden, dann sollte eine gewisse innere Bereitschaft vorhanden sein, sie aufzugeben. Wenn mittels Tantra das eigene Energieniveau erhöht ist, dann wird der Körper mit seiner Eigenintelligenz immer versuchen krankhafte Verhaltensweisen abzustellen, also auch Süchte werden verschwinden. Dazu muss aber, wie gesagt eine gewisse innere Bereitschaft vorhanden sein, [6] dann wird zum Beispiel ein Nikotinsüchtiger wie von alleine plötzlich aufhören zu rauchen können.

Manchmal werden Tantrawege gelehrt in denen die höchste Form des Orgasmus darin gesehen wird, wenn beide Partner ihren Körper verlassen und sozusagen im oder durch den Orgasmus sich in eine andere Ebene schleudern lassen. Solche tantrischen Ansichten teile ich nicht. Ich meine, es ist ok, wenn es geschieht - aber es ist nach dieser Form des Tantra, welche ich lehre nicht das Ziel ! Ganz im Gegenteil geht es eigentlich darum eine möglichst hohe Form der Energie in gerade jene Ebene zu holen in der Du lebst, also ins Hier und Jetzt. Wir sind nicht auf der Flucht. Wir wollen diese Ebene heilen, auf der wir leben, auf der sich unser Leben abspielt, eben genau jene Ebene auf der das Yin-Yang Gleichgewicht gestört ist, die Ebene auf der wir noch Krankheit unterliegen, usw. Ein einfaches Körper verlassen reicht hierzu nicht aus. Unsere Absicht beim Tantra ist also nicht den Körper zu verlassen, sondern im Körper zu bleiben und aber über unseren Körper hinaus zu wachsen.

Wir flüchten also nicht mit unserem Bewusstsein,

sondern


Wir erweitern unser Bewusstsein !






[1] zum Beispiel auch unsere Vorstellungen wie Liebe und Sex zu sein hat

[2] Die Angst, dass wir unsere Ängste nicht mehr haben ist ja unsere größte Angst. Aber keine Sorge, der tantrische Weg ist lang und wir haben unendliche Zeit zu diesem Punkt zu kommen. Jeder Mensch ist zu Beginn voll mit Ängsten, denn gerade das Sexuelle ist jahrhundertelang mit Gesetzen und Verboten aufgeladen worden, so dass unser Ego heute meist sogar Angst hat sich auch nur nackt zu zeigen. Der tantrische Weg ist also ein Weg in eine totale Befreiung, weil das Grenzenlose (Bewusstsein) ist nur im Befreiten erlebbar.

[3] Bei gleichgeschlechtlichen Partnern übernimmt dann zwar automatisch auch der eine Yin und der andere Yang, aber das natürliche Spannungsgefälle ist nicht so groß, wie bei gegengeschlechtlichen Partnern. Darum ist das Entwicklungspotential dann auch begrenzter.
Bei transsexuellen Menschen sind oft Anteile, die das andere Geschlecht sein wollen, fremdübernommen, was natürlich zu einem ziemlichen inneren Chaos führt.

[4] Mit Selbstheilungsprozessen sind hier natürlich nicht nur bereits manifestierte Krankheitsbilder gemeint sondern auch Krankheiten die sich noch nicht sichtbar manifestiert haben, also nur auf einer geistigen Ebene vorhanden sind oder aber auch rein psychische Heilungsprozesse, welche ja ebenfalls viel Energie für ihre Heilung benötigen.

[5] das heißt, zum Beispiel:
- keine Nikotin-, Alkohol- oder anderen Drogensüchte usw.
- keine geistig energieraubenden Handlungen, wie zum Beispiel Lügen
- keine Wutanfälle (sind enorm energieraubend)

[6] zumindest auf unbewusster Ebene


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