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Vorwort

Um die Gegenwart zu verstehen ist es oft einfacher in die Vergangenheit zurück zu schauen. Dabei genügen bereits wenige Jahrhunderte und wir finden uns wieder in einer in höchstem Maße von der katholischen Kirche kontrollierten Sexualität. Das ging so weit, dass die Kirche bestimmen konnte, wer mit wem Sex haben durfte und wer nicht, man musste vorher kirchlich heiraten und fragen ob man heiraten durfte, wenn man nicht kirchlich und damit gesellschaftlich missachtet und ausgeschlossen werden wollte. Kaum ein Bereich menschlichen Lebens war mehr angefüllt mit religiösen Verboten und Glaubenssätzen als die menschliche Sexualität.
Und gerade diese Glaubenssätze aus dieser alten dunklen Zeit, zum Beispiel „Sex darf nur dem Kinderkriegen dienen“ oder dass man beim Sex keine Lust empfinden dürfe, beziehungsweise all die Leibeslust verteufelnden Sichtweisen blockieren uns aber noch heute, wenn wir in eine lichtvollere liebevollere innere Haltung zur Sexualität hinein wechseln wollen. Obwohl wir längst in einer anderen Zeit leben, so wirken diese alten Glaubenssätze doch noch immer so störend weil sie so tief ins morphogenetische Feld der Menschheit eingegraben sind, dass ihr Einfluss auch heute noch über das Unterbewusstsein vieler Menschen hoch wirksam ist, selbst wenn diese Menschen schon lange der Kirche den Rücken gekehrt haben.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum sich die Religionen überhaupt so extrem in diesen Lebensbereich des Menschen hinein gedrängt haben ? Warum Religionen sogar die Kontrolle darüber an sich reißen, wer wen heiraten darf, wer mit wem Sex haben darf ?
Vielleicht ahnen Sie die Antwort bereits. Je weiter Sie den tantrischen Weg gehen um so mehr werden Sie am eigenen Leib erfahren dass die menschliche Sexualität das Potential hat, den Menschen in seine Göttlichkeit zu führen - und das, ohne dass er Religion braucht.
Dieses Buch ist geschrieben um zu zeigen, wie dies geht und welche Art zu denken hierfür nützlich ist. Denn mit den alten, noch immer weit verbreiteten Glaubenssätzen der Kirchen ist ein tantrisches, auf das Göttliche ausgerichtetes Leben nicht möglich.
Es ist mit dem Kirchlichen nicht nur nicht möglich, es ist ja sogar im Gegenteil so, dass das Kirchliche ja den Zweck hat, den Mensch von seiner natürlichen sexuellen Kraft zu trennen um ihn leichter regierbar zu machen, um ihn leichter kontrollierbar zu machen, um ihn mithilfe der Religion zu versklaven.[1] Dieses Wissen dass der Mensch ohne eine gesunde gelebte Sexualität seine Traumas die er erlebt nur schwer transformieren kann, war auch bereits vor dem Christentum vorhanden, zum Beispiel im alten Ägypten. Ja, das ist sogar eine ganz wesentliche Funktion der menschlichen Sexualität, dass seine erlebten Trauma gerade nicht mehr in ihm steckenbleiben, sondern sich, angeschoben von der sexuellen Kraft, nach oben hin zum Göttlichen bewegen und wandeln. Regier-, kontrollier- und steuerbar hingegen ist nur ein Mensch der Traumas in sich stecken hat und deswegen nicht in seiner vollen Gotteskraft stehen kann. Ich möchte dieses Thema hier nicht weiter vertiefen, darum geht es in diesem Buch nicht, aber trotzdem sollte man es verstehen, warum überhaupt das ganze Wissen um die energetischen Zusammenhänge verheimlicht wird und warum wir in einer Gesellschaft leben mit solchen sexualfeindlichen religiös aufoktroyierten Glaubenssätzen. Weil wenn wir verstehen wer und warum diese Glaubenssätze verbreitet wurden, können wir sie bewusst dann auch viel leichter wieder loslassen. Gottgewollt, oder auf natürliche Art und Weise sind sie nicht entstanden ! [2]

So ist beispielsweise dieser alten Glaubenssatz: „Sex darf nur dem Kinderkriegen dienen“ ein höchst egoistischer Glaube, den die Kirchen verbreiteten um ihre üblen Vorteile daraus zu ziehen. Er ist nicht wahr, und wir müssen ihn ganz und gar aus unserem Sein, insbesondere auch aus unseren unbewussten Schichten entfernen damit wir den höheren Sinn und den höheren Nutzen der Sexualität erlangen können. Wir müssen ihn durch ein völlig neues und lichtvolleres Denken im Bezug auf Sexualität ersetzen[3], weil Sexualität ist das Heiligste was zwei Menschen gemeinsam tun können.

Sex ist die intensivste Form von Berührung, die zwischen zwei Menschen geschehen kann. Was ist aber Berührung ? … und mit genau dieser Fragestellung beginne ich dann auch gleich das erste Kapitel.

Zuvor aber noch ein paar Worte zu Tantra. Was ist Tantra ?
Schon der Begriff Tantra wird sehr vielseitig verwendet, aber zumindest hier im Westen ist meist eine höhere transformierte Form der Sexualität damit gemeint, deren Verbreitungsbeginn hier im Westen zum größten Teil auf Osho zurück geht. Diese Formen des Tantras, die in vielerlei Variationen in Tantraseminaren und Tantraschulen gelehrt werden haben nur noch wenig Verbindung zu religiösen oder buddhistischen Systemen. Trotzdem wurde das wesentliche und grundlegende tantrische Wissen ursprünglich nur an sehr weit fortgeschrittene Meditationsschüler weitergegeben (gemeint ist hier nur das tantrische Wissen um sexuelle Hintergründe) . Ein Schüler oder eine Schülerin musste eine spirituell hohe Stufe erreicht haben, um von ihrem Lehrer die entsprechenden Praktiken und Wissen zu erhalten. Eine solche Voraussortierung ist heute natürlich nicht mehr möglich, wo sich doch heute im Prinzip jeder zu einem Tantraseminar anmelden kann. Dies hat nun natürlich zur Folge, dass an solchen Seminaren viele Vorübungen und Dinge gelehrt, geübt, praktiziert werden müssen, die jemand der jahrelanger klösterlicher Meditation verbracht hatte nicht mehr benötigte. Dadurch ist das Tantra doch sehr verwässert worden mit vielem, was ich im engeren Sinne gar nicht mehr als Tantra bezeichnen würde, sondern vielleicht eher zum Begriff tantrische Vorübungen passen würden. Damit soll nun der Inhalt solcher Tantraseminare, die sich an eine breite Masse richten nicht geschmälert werden, im Gegenteil, sie alle sind wichtiger denn je. Trotzdem ist dadurch das Wesentliche der sexuellen Aspekte des Tantra etwas verloren gegangen, beziehungsweise ich denke, viel vom Wesentlichen war eigentlich der Öffentlichkeit gar nie bekannt. Im Prinzip haben die meisten nur ein total verschwommenes Bild davon was Tantra eigentlich ist, beziehungsweise um was es wirklich geht. Viele glauben, Tantra, das ist halt Sex, wo man sich vorher vor einander verneigt. Das ist natürlich Nonsens. Zumal gerade Tantraausübende zumeist so viel Achtung und Respekt vor dem anderen haben, dass gerade sie dieses sich vor dem anderen verneigen, gerade nicht üben müssten, weil es längst als innere Haltung integriert ist. Andrerseits wird Tantra durch die vielen Tantramassageangebote auch immer bekannter und niveauloser und damit gibt es dann doch wieder viel mehr Menschen, die solche grundlegenden Dinge einüben müssten. Aber dies ist eben noch kein eigentliches Tantra. In solchen Tantramassagekursen besteht die wesentliche Erfahrung der Teilnehmer oft darin, dass sie sich mal überwunden haben, sich nackt massieren zu lassen, oh je, das ist vom wahren Tantra noch Lichtjahre entfernt, wenngleich es natürlich für den Einzelnen auch schon ein riesiger Schritt sein kann, wenn er sich dadurch erstmals aus solchen, noch immer oft unbewusst wirkenden kirchlichen Verboten lösen konnte. Um jahrhundertelang eingepflanzte Tabus zu löschen, da genügt eine einzige wilde Generation (Hippies) nicht. Solche Tabus kann man sich wie Autobahnen im morphogenetischen Feld vorstellen, die man verlassen muss weil diese Autobahnen nicht zu Gott führen.

Ich habe in den letzten Jahren diverse Artikel zu tantranahen Themen veröffentlicht und mir wurde immer klarer, dass es zu den energetischen Aspekten des Tantras noch keine Literatur gab. So habe ich mich dann im Frühjahr 2016 entschlossen, kurzum ein ganzes Buch über Tantra zu schreiben. Es gab ja bereits einige deutschsprachige Bücher über Tantra , aber ich werde hier also besonders die energetischen Yin-Yang Aspekte des Tantra darstellen. Diese Aspekte wurden in der Vergangenheit nur so am Rande erwähnt und man musste sie sich als Tantrainteressierter oftmals selber zusammen reimen obwohl sie eigentlich das Wichtigste sind um in eine tiefe innere Yin-Yang Balance zu kommen, welche ja die Basis für ein jedes gutes Wachstum ist.

Vielleicht fragen Sie sich, warum die energetischen Aspekte überhaupt so wichtig sind. Es gibt innerhalb einer Beziehung sehr viele Ebenen, da wäre zum Beispiel die Gesprächsebene, die Ebene der körpersprachlichen Kommunikation, die Ebene der emotionalen Kommunikation, die reine sexuell-körperliche Ebene, die Ebene der gemeinsamen Aktivitäten, die Ebene der gemeinsamen Ziele, die Ebene der Glaubenssätze, die Ebene der Rituale, [4] usw. und nicht zu vergessen die Ebene der direkten energetischen Interaktionen. [5] Alle diese Ebenen haben einen Einfluss auf das Leben der beiden Partner, und diese Ebenen beeinflussen sich aber auch gegenseitig, und zwar genau in der Art, dass jeweils die tiefer liegende Ebene einen entscheidenden Einfluss auf die höher liegenden Ebenen hat. [6] Das heißt desto tiefer die Ebene liegt, desto stärker der Einfluss, den diese Ebene hat. Und hier verstehen wir nun, warum die energetische Ebene so einen enormen Einfluss hat, denn die Ebene der feinstofflichen Energien ist schon ganz weit unten, auf jeden Fall näher bei Gott [7] als alle anderen oben genannten Ebenen. Physikalisch betrachtet sind die energetisch feinstofflichen Energien, die Ebene der Quantenteilchen bis zur Ebene der Neutrinos und auch den Elektronenwolken. Wir sind hier physikalisch nicht mehr weit vom Nullpunktfeld, also von dem was man letztlich Gott [8] nennt, entfernt. Darum ist diese Ebene von so großer Wichtigkeit, dass daneben fast alles andere Geschehen in der Partnerschaft verblasst.

Ich werde darum die energetischen Aspekte in den Mittelpunkt dieses Tantrabuches stellen und ihnen dadurch den ihnen gebührenden Platz geben. Religiöses oder zeremonielles Beiwerk interessiert mich nicht. Das Tamtam der Verpackung ist nie das Wesentliche, denn der Suppe ist es egal mit welchem Löffel sie gegessen wird.

Ich wünsche Ihnen viel Freude, Spaß und gewinnbringende Erkenntnisse aus diesem Buch

Andreas Rebmann



[1] Um den Mensch von diesem heiligen Wissen fernzuhalten wird auch heute noch, wie schon damals, die einfache Methode angewendet, dass man dieses Wissen einfach verteufelt. Man droht Menschen einfach mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft bis hin zu Hexenverbrennungen wenn sie sich diesem Wissen zuwenden: Man erschafft Tabus. (Eine andere Methode Menschen von diesem Wissen fernzuhalten ist ganz nebenbei bemerkt auch kaum möglich, weil ja jeder über seine Anbindung ans Göttliche zu diesem Wissen kommen kann !)

[2] Auch Jesus hatte nichts sexualfeindliches gelehrt, im Gegenteil, moderne Forschung geht sogar davon aus, dass er mehr oder weniger ständig von sechs Frauen umgeben war…

[3] siehe auch diese Übung: http://www.spirituelle.info/Uebung.php?id=235

[4] Das bekannteste Ritual im Zusammenhang mit Partnerschaft ist die Hochzeit oder Trauung, aber hierzu gehören natürlich auch kleine Rituale des täglichen Umgangs miteinander, usw.

[5] welche wir im Tantra ja bewusst steuern und welche übrigens während einem Orgasmus am stärksten sind.

[6] Und zwar insbesondere immer auch dann, wenn auf der höheren Ebene kein anderweitiger Einfluss vorhanden ist, was in der Praxis relativ oft vorkommt.

[7] Ich verwende den Begriff Gott über die wissenschaftlich-physikalische Definition: Mit Gott ist also das Nullpunktfeld gemeint, welches die Quantenphysik als das formlose Feld aller Möglichkeiten beschreibt.

[8] Das Nullpunktfeld wird von Quantenphysikern mit genau jenen Eigenschaften beschrieben, die im religiösen Bereich Gott zugeordnet werden können, aber keine Sorge - ich werde im Buch nicht weiter auf Quantenphysik eingehen. Wenn Sie das Thema interessiert, dann können Sie bei Amazon interessante Bücher von Quantenphysikern zum Aufbau unserer Welt finden.


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