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Übung Teil 1 (Energiekreis-Vorübung)

Dabei liegt die Frau, mit ihrem geöffneten Schoss dem sitzenden Mann gegenüber.

Frau liegend = Yin

Mann sitzend aufrecht = Yang

Frau hat offene Körperhaltung Beine/Schoss/Becken geöffnet (=weiblich Yin aufnehmend)

Die Frau hat ihre Arme offen nach links und rechts, also nicht vor dem Körper = wieder weiblich offene Körperhaltung. Sie bietet sich, ihren Körper passiv dem Mann dar. Schon alleine durch diese Körperhaltung (noch ehe überhaupt eine sexuelle Handlung geschieht) kommt die Frau, alleine durch ihre körpersprachliche Haltung in ihre weibliche Kraft. Sie wird durch diese Körperhaltung sogar regelrecht gezwungen in ihre weibliche Kraft zu gehen, denn sie kann gar nicht anders. Die Körpersprache ist eine starke Kraft,[1] darum kann bereits diese Körperhaltung viel in der Frau auslösen. Gerade wenn die Frau unter stark wirkenden negativen Glaubenssätzen steht im Bezug auf Weiblichkeit (und solche, das Weibliche unterdrückenden, Glaubenssätze sind ja nun wirklich noch immer weit, sehr weit verbreitet), dann kann bereits diese Körperhaltung in der Frau so viel Altes, was sie in sich trägt nach oben spülen, dass viele Reaktionen möglich sind. Darum besteht diese Übung zunächst einfach mal darin, dass die Frau und der Mann in dieser Position verweilen und in sich hineinspüren, was diese Körperhaltung in ihren auslöst. In unserer Gesellschaft werden Frauen oft zu „Männern“ gemacht. Aber in dieser Körperhaltung kann die Frau solche eventuell vorhandenen Muster nur noch sehr begrenzt aufrecht halten. Und ja - vielleicht werden solche Muster sich jetzt melden. Sie werden vielleicht nicht kampflos gehen wollen. Aber das ist ok. Einfach zulassen, was aufkommt. Diese Körperhaltung ist dreifach Yin (liegend, offen, aufnehmend), dass hier ein männliches Fremdmuster in der Frau auf Dauer kaum bestehen kann. Vielleicht versucht die Frau noch über die Sprache männliche Muster zu spielen indem sie Befehle gibt - aber auch dies wird vergehen, denn diese Körperhaltung unterstützt nicht einmal das verbale Yang-spielen.

Das wichtigste bereits in dieser Übungsphase: Tief und ausgeglichen atmen !

Durch das tiefe Atmen kann unser Energiesystem am besten mit problematischen Dingen umgehen die hochkommen, auch wenn uns diese nicht bewusst sind, und wie gesagt, solche Themen können hier durchaus vorhanden sein und sich melden oder im Unterbewusstsein allerlei Gefühle verursachen. Erspüren Sie also selbst, wie lange Sie diese Übungsposition halten und fühlen möchten und ob und wann Sie weitergehen möchten. Gerade durch unbewusste innere Muster kann es vorkommen, dass man/frau sich in dieser Position sehr unwohl fühlt und es entsteht der Drang sich aus ihr herauszubewegen. Aber hier besteht die Übung gerade darin, diesen Drang auszuhalten, bis er von alleine vergeht. [2]

Männer stehen zwar natürlich genau so unter dem Einfluss negativer Glaubenssätze im Bezug auf ihre Sexualität, aber meist wesentlich weniger als Frauen. Das sieht man schon an den unterschiedlichen Bezeichnungen die unsere Gesellschaft uns mit dem Wortschatz zur Verfügung stellt. Frauen, die sexuell befreit sind werden schnell negativ als Huren, Schlampen, oder ähnliches betitelt, Männer hingegen positiv als Playboys. Ein Mann muss sich „die Hörner abstoßen“, eine Frau darf nicht einmal daran denken. Ich denk dies zeigt schon recht deutlich, was da an gesellschaftlichen Glaubenssätzen unter der sichtbaren Oberfläche vor sich hin dümpelt. Natürlich muss man dies als Tantriker/in für sich selbst alles löschen. Mit einer katholischen Glaubenseinstellung kannst du kein Tantra machen, doch zurück zur Übung. Diese Übung wird also meist in der Frau mehr auslösen als beim Mann. Trotzdem gibt es auch bei den Männern viel, was von der Gesellschaft unterdrückt wird. Darum fühle als Mann bewusst in der Übung, wie es sich anfühlt, wenn eine Frau sich dir so ganz und gar öffnet. Gerade weil in unserer Gesellschaft so viele Frauen zu Männern erzogen werden, können das Männer nur selten fühlen, wie sich eine Frau in ihrer Ausstrahlung anfühlt, wenn sie sich wie in dieser Übung körpersprachlich dem Mann total öffnet. Es gibt zwar viele Frauen die mit hunderten von Männern geschlafen haben, aber selbst diese Frauen haben fast nie den Zugang zu ihrer wahren weiblichen Sexualität entdeckt. Während also die Frau in der Übung in ihr Frausein, ihr sich ganz geöffnet sein, fühlend geht, übt der Mann dieses „Mann sein“ zu fühlen, in welches ihn diese Übung hineinschiebt. Der Mann hat ja nun ganz viel Kontrolle / Möglichkeiten / Macht über die Frau, er könnte mit seinen Händen mit ihrem Körper, mit ihrem Busen, den sie ihm darbietet, tun, was immer er will, ja, er könnte sogar mit seinem Zauberstab in ihr Heiligstes eindringen. Für den Mann geht es darum dieses Gefühl all diese Wahlmöglichkeiten zu spüren und dieses daraus resultierende Gefühl, ein Mann zu sein, anzunehmen. Der freie Mann ist frei bezüglich seiner Entscheidungen, alles gibt sich ihm dar, lockt ihn, dass er es nimmt und aktiv mit seiner Manneskraft im Universum wirkt. Das männliche Muster beinhaltet die freie Wahl zu haben, zu wählen, zu entscheiden und aktiv zu tun. Welche Verbote und Verhinderungen solcher göttlichen Füllemuster sitzen noch in dir ? Wobei dies beginnt bereits beim Blick. Erlaube es dir, entgegen aller Seh-Verbote zum Beispiel ihren Busen zu betrachten und spüre innerlich ob und wie hier noch Verbote zu überwinden sind. Wir haben fast alle aus der Kindheit solche Trigger sitzen, dass man bei Nacktheit nicht hinschauen dürfe, bis hin dass Eltern ihren Kindern die Augen zuhalten, usw. - wie stark triggern solche Verbote noch in dir ? Fühlst du noch solche Trigger-Reaktionen ? Benutze diese Übung um alles, was du diesbezüglich in dir findest aufzulösen. Sei ehrlich zu dir, geh in eine Entspannung und prüfe, was da noch in dir wirkt. Als Frau benutze die Übung um alles negative Empfinden in dir aufzulösen, wenn ein Mann deinen Busen, Körper, Vagina, usw betrachtet (Auch dies wiederum kann bei manchen Frauen sehr viel sein, bei anderen wenig) .
Wir sind hier also voll im Thema gesellschaftlicher Verbote und Tabus, die energieflussblockierend auf den Menschen wirken. Wann immer ein Mann eine Frau sieht,[3] und er unterdrückt in sich ein von ihr ausgelöstes Gefühl, dann hat er dadurch ein steckengebliebenes Gefühl, also eine nicht mehr fließende Energie in sich erzeugt, was dann natürlich die Basis für eine größere Blockade werden kann und dann sogar bis hin zu Krankheiten führt. All das nur, weil ein Mann sich wegen gesellschaftlicher Normen oder Verbote nicht erlaubt sexuelle Gefühle in sich zu fühlen,[4] die durch eine Frau in ihm ausgelöst werden. Darum, diese Übung ist für Männer sehr wertvoll, löse alle Sehverbote auf bezüglich der Nacktheit von Frauen, und mit den Sehverboten werden auch die zugehörigen Fühlverbote gehen.
Für Frauen sind die Verbote umgekehrter Natur: Indem Frauen verboten wird, sich nackt zu zeigen, werden sie sogar in eine Programmierung hineingetrieben, dass sie nicht zu dem stehen dürfen wie sie sind. Sie dürfen nicht zu ihrem Frau-Sein stehen, das ist die Unterdrückung des Weiblichen pur. Und es geht noch weiter, sie dürfen auch im Manne nichts erregen, solche Programmierungen werden im Islam am deutlichsten wenn Frauen totalverhüllt leben müssen. Und wie schwach dies auch Männer macht wird an solchen Beispielen deutlich, wenn islamische Männer in Deutschland in Panik geraten nur weil sie eine nackte Frau an einem FKK See gesehen hatten, so ein Fall ging ja neulich durch die Presse.
Als Frau kannst du also diese Übung wunderbar nutzen um alles in dir zu finden, was dich abhält oder innerlich stört oder innerlich schwach macht, wenn du dich so zeigst wie du bist, nämlich als Frau mit Busen und Schamlippen usw. Du hast das Recht Frau zu sein und es entspricht der natürlichen Ordnung, wenn ein Mann dich betrachtet und in ihm Gefühle (=Energie) entstehen. Anerkenne diese natürliche Ordnung und löse dich aus allem dich Blockierenden, was du findest und fühlst. Vielleicht findest du Glaubenssätze, dass ein Mann dich nicht betrachten dürfe, oder noch schlimmer, dass ein Mann dich nicht bewerten dürfe. [5] Benutze diese Übung um alles in dir zu finden und dich bezüglich dem sich offen zeigen, zu befreien.[6]

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt zu weit abdrifte, aber es geht hier auch darum diese grundsätzliche Programmierung zu verstehen und zu setzen. Ich formuliere sie mal so:
„Es ist in Ordnung wenn der Mann die Frau betrachtet.“
Dadurch nimmt der Mann über die Augen die Energie der Frau in sich auf. In ihm entstehen dann Gefühle (evt auch sexuelle), die in ihm nach unten fließen,[7] und so haben wir bereits den Ausgangs-Beginn des Yin-Yang Energiekreises, der weiter unten beschrieben wird. Das ist also ein ganz und gar natürlicher Prozess, dem sich weder die Frau noch der Mann sperren sollte. Desto mehr man ihn zulässt, desto höher wird das resultierende Energieniveau sein.

Doch nun zurück zur Übung und bei dieser Gelegenheit gleich nochmal der Hinweis, der schon zu Beginn im Tantrische Übungen Kapitel aufgelistet ist: Wenn Gefühle in dir hochkommen, dann ist es grundsätzlich in Ordnung darüber zu sprechen, aber, wichtig, bleibe beim darüber sprechen achtsam in dem Gefühl. Zerstöre das Gefühl nicht durch dein Sprechen, also in dem Sinne, dass man sich beim Sprechen über das Fühlen stellt oder gar über das Fühlen urteilt. Weil:
Fühlen ist wichtiger als Sprechen !
Sprechen ist der Ausdruck unseres Verstandes, während Fühlen ist Ausdruck einer viel tieferen Ebene.
Sprich darum so, dass der andere in seinem Fühlen nicht beeinträchtigt wird. Also nicht nur du selbst, sondern auch der andere soll nicht aus seinem Fühlen herausgerissen werden [8] wenn du über deine Gefühle sprichst. Und wie schon erwähnt, die Übung wäre dann während dem Sprechen trotzdem weiterhin zu fühlen oder als Zuhörer, während dem Hören weiterhin zu fühlen, was wie gesagt nur durch nicht-bewerten geht.

Also um es zusammenzufassen, wie wichtig für dich dieser Übungsteil ist, hängt davon ab, an welcher Stelle du auf deinem tantrischen Weg stehst. Wirklich tantrisch wird diese Übung aber erst wenn bewusst der Energiekreis erzeugt und verstärkt wird. Natürlich kann der Mann jederzeit mit seinen Händen massieren, was und wo immer er Lust hat, zum Beispiel ihren Bauchbereich, aber solange die Energie nicht bewusst im Kreis geatmet oder laufen gelassen wird, ist es noch kein Tantra. Das Massieren kann hier auch bewusst eingesetzt werden um Spannungen die die Frau in sich entdeckt hat, abzubauen. Oder auch wenn es darum geht gefundene Glaubenssätze zu verändern oder zu löschen, die mit bestimmten Körperteilen in Verbindung stehen.
Wenn dann der Zeitpunkt stimmig ist und alles passt, wird der Mann mit seinem Zauberstab in die Frau eindringen und nun sollte bewusst auf den Energiekreis geachtet werden und wir sind im eigentlichen Hauptteil dieser tantrischen Übung, siehe nächsten Kapitel.





[1] Der Mensch ist ja nicht sein Körper, aber der Körper ist das Instrument mit dem der Mensch seine Umwelt wahrnimmt. Der menschliche Körper ist quasi die Brille (Sinnesorgane) durch die der Mensch wahrnimmt und darum hat auch bereits der Zustand seines Körpers (also auch seine Körperhaltung) einen Einfluss wie er sich und andere wahrnimmt, also was seine Wirklichkeit ist.

[2] Er wird vergehen, weil jedes Gefühl vergeht irgendwann. Gefühle sind nie dauerhaft.

[3] sie muss hierzu noch nicht einmal nackt sein

[4] Fühlen heißt, dass man das Gefühl im eigenen Körper sich frei bewegen lässt, das heißt, man lässt das Gefühl sich ausbreiten, das heißt, man lässt zu, dass das Gefühl den gesamten Körper erfasst. (Wenn das Gefühl den gesamten Körper erfasst hat, dann erreicht es übrigens zwangsläufig auch das Scheitelchakra - und wird transformiert in eine höhere Kraft)

[5] Solche Glaubenssätze sind extrem Energiezehrend, weil du durch solche Glaubenssätze jedes einzelne Mal, wenn ein Mann dich betrachtet oder bewertet in einen inneren Unfrieden kommst, der dich aus deinem inneren Gleichgewicht (zumindest unbewusst) herauskatapultiert und so dein Energieniveau sofort absenkt. Es ist in Ordnung, wenn eine Frau sich für einen Mann schön macht, ABER, wenn es aus Angst geschieht, dass er sie schlecht bewertet, dann ist Angst die Motivation, und eine energetische Angstblockierung die Folge. Darum können Übungen wie diese unglaublich wertvoll sein zum Aussteigen aus solchen Mustern, falls du in einem solchen Muster drinhängst.

[6] Freiheit bedeutet nicht, dass man etwas fortan immer tun muss, aber dass man es tun könnte, wenn man wollte oder wenn es passend ist.

[7] Wenn im Mann Glaubenssätze präsent sind, dass es nicht in Ordnung ist die Frau zu betrachten, dann wird meist bereits dieser Gefühls-/Energiefluss nach unten gestört sein.

[8] Dieses Herausreißen geschieht am stärksten durch ein Bewerten oder Urteilen. Bewerte also nicht was du fühlst und über was du sprichst usw. Das kommt daher, weil durch dein Bewerten entsteht im Partner/in immer ein Impuls dieser Bewertung zu folgen oder diese Bewertung korrigieren zu wollen.


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