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Wenn eine tantrische Beziehung endet

Wenn eine herkömmliche Beziehung endet, dann befinden sich die beiden Partner im Normalfall in einem Defizit, was die Energien, die sie vom Partner bekommen haben betrifft. Weil in einer normalen Beziehung mit normalem Sex viel weniger Energieaustausch stattfindet als möglich gewesen wäre, und die Seele der beiden Partner dies natürlich spürt, dass noch mehr möglich hätte sein können, deshalb bleibt bei einer solchen Trennung dann immer zumindest unbewusst das Gefühl zurück, etwas versäumt zu haben, etwas noch nicht gelebt zu haben, also ein Trauergefühl, ein Defizitgefühl, ein Mangelempfinden, und mit einem solchen Gefühl, welches im Unbewussten sitzt, kann natürlich kaum eine gute Trennung stattfinden.

Wenn hingegen eine tantrische Beziehung endet, dann blicken beide wegen der vielen tantrischen Praktiken und Übungen auf so viel intensiven Energieaustauch zurück, der immer mit so viel gefühlter Erfülltheit erlebt wurde, dass dieses Gefühl der Fülle auch über die Beziehung hinaus geht. Da gibt es nichts, was noch nachgeholt werden müsste, da war so viel Gutes, so viel energetische Fülle, es wurde alles was möglich war gelebt, also gefühlt. Jeder der beiden Partner ist dadurch mehr in seine eigene Kraft gekommen und auf einem viel höherem Energieniveau als zuvor. [1] Es ist dadurch viel weniger Angst vor dem Leben, viel weniger Angst vor Veränderung, viel weniger Angst vor etwas Neuem im Leben vorhanden. Man empfindet darum keine Trauer über das Ende, sondern freut sich stattdessen, dass man so viel lernen und sich entwickeln durfte. Und man ist zuversichtlich, dass man sich mit dem nächsten Partner/in noch viel schneller entwickeln wird, weil man im Tantra lernt, dass es immer weiter geht, dass man immer (unendlich) weiter über sich selbst hinauswachsen kann.

Im Tantra lernt und erfährt man, dass das Leben ein ständiges weiterfließen ist. Und dies ist das genaue Gegenteil von einer herkömmlich starren Ehe die ja sogar per Versprechen auf den Tod (bis dass der Tod euch scheidet) ausgerichtet ist, was natürlich viel zu starr und unlebendig ist.

Es ist natürlich, dass alles, also auch Beziehungen einen Beginn und ein Ende haben.

Es ist unnatürlich etwas (Liebe) zu versprechen, von dem man nicht weiß ob man es halten kann. Eheversprechen sind unnatürlich. Eine Ehe ergibt sowieso nur im Zusammenhang mit Kindern einen Sinn. Die Frau muss ihre weibliche Kraft (in dem Fall die Intuition) entwickeln und einsetzen um zu erkennen, ob dieser Mann geeignet ist ihren Plan, Kinder aufzuziehen zu unterstützen. Ein Eheversprechen wird da nur zum ungeeigneten Ersatz für ihre weibliche Intuition, mit der Sie viel besser erkennen kann, ob er wirklich bei ihr bleiben wird. Ein Mann oder ein Paar welches nur wegen einer geschlossenen Ehe zusammen bleibt erzeugt dadurch so unglaublich viele niederen Schwingungen und unglücklich sein, dass es das niemals wert sein kann.

Bestimmte Dinge kann man mit dem einen Partner am besten lernen und andere Dinge kann man mit einem anderen Partner besser lernen. Darum ist es dumm zu glauben, dass man nur einen Partner bräuchte oder dass es gut wäre, wenn man nur einen Partner hat. Eine solche Fixierung auf einen Menschen ist auch für den Partner schlecht, denn er muss dann auch als Lernpartner herhalten für Aufgaben, die ein anderer viel besser erledigen könnte. Der Glaube, dass ein einziger Partner/in genügen würde, würdigt in keinster Weise die Realität, denn die Wahrheit ist, dass jeder Mensch einzigartig ist und einzigartige Fähigkeiten hat. Der Glaube, dass es einen Menschen gäbe, der alle Einzigartigkeiten in sich vereinigen würde, also sozusagen der Supermann (Superfrau), ein Mann der besser und göttlicher als alle anderen Menschen sei, dieser Glaube ist eine Lüge die von den Kirchen erfunden wurde (Jesus). Es gibt keinen solchen Menschen, der alles kann und keine Fehler hat und auch Jesus war dies nicht, denn ansonsten hätte er sich nicht dieses „an einem Pfahle hängend und nach seinem Vater jammernde Erlebnis“ erschaffen. Weder auf religiöser Ebene, noch im privaten Bereich gibt es einen solchen Supermann, der alles andere Leben ersetzen könnte. In einer Partnerschaft geht es zum Beispiel auch darum sich gegenseitig ein guter Spiegel zu sein. Und natürlich kann aufgrund der Einzigartigkeit von Menschen der eine Partner solche und der andere Partner andere Aspekte besser spiegeln. Man benutzt ja auch unterschiedliche Autos für unterschiedliche Zwecke. Wenn man mal Möbel transportieren will dann nimmt man einen LKW und wenn man im Sommer spazieren fahren will, dann nimmt man das Porsche Kabrio. Und zum Thema Eifersucht, wie dumm ist das denn, wenn nun der Porsche auf den LKW eifersüchtig ist, weil er größer ist oder der LKW auf den Porsche weil der schneller ist ? Natürlich kannst du dich mit anderen vergleichen und in deinem Vergleichen dann etwas über dich erkennen, aber es ergibt keinen Sinn dass du für dich dann aufgrund des Vergleiches dann minderwertige oder eifersüchtige Gefühle entwickelst, denn jeder Mensch ist einzigartig und deswegen eigentlich gar nicht vergleichbar. Darum hat ein Vergleichen immer einen illusionären Charakter.

Zum tantrischen Denken gehört also auch dass man aufhört zu versuchen alle Einzigartigkeiten auf einen einzigen Menschen zu projizieren. Nur so kann man die wahren einzel-spezifischen Fähigkeiten und Einzigartigkeiten seiner Partner erkennen. Ansonsten lebt man in einem Wunschtraumbild, welches zwangsläufig irgendwann im Chaos zerrinnen wird, also in einer Enttäuschung, weil jede Täuschung einmal gestoppt werden muss.

Doch zurück zum Anfang und Ende Thema: zum tantrischen Denken gehört also auch dass man weiß, dass jeder Prozess und jede Partnerschaft einen Anfang hat, wo man zupacken muss und dass Partnerschaften wie auch sonst jeder andere Vorgang auch ein Ende hat, wo man loslassen muss. Das ist der natürliche Lauf des Lebens. Es kann in einer dualen Welt nichts geben, was ewig dauert, weil in der Dualität alles immer zwischen Yin und Yang wechselt, also jede Welle kommt und vergeht.
Es gibt für alles einen Beginn und es gibt für alles ein Ende.

Aus dieser universellen Wahrheit ergibt sich nun eine wichtige Schlussfolgerung für unser Leben: Wir sollten in unserer Partnerschaft immer alles sofort so intensiv als es uns möglich ist, leben. Denn wann immer sie endet, sollten oder müssen wir an einem Punkt sein, an dem wir nichts zu bedauern haben, das heißt, dann sollte es nichts geben, was wir nicht ausgelebt hätten. Wann immer wir aber ein mögliches noch intensiveres Gefühl nicht ausgelebt haben, also es sozusagen aufgeschoben haben, entsteht aber genau das, was wir dann später bedauern müssen. Dann haben wir etwas nicht gelebt (also nicht gefühlt) und wir verbleiben am Ende einer Partnerschaft im Bedauern dessen, was wir nicht gelebt haben. Wir trauern dann also. Wir trauern dann den nicht gefühlten Gefühlen hinterher. Trauer über das Ende einer Partnerschaft ist immer auf sich nicht erlaubte Gefühle während der Partnerschaft reduzierbar. Man trauert den Gefühlen nach, die man sich nicht getraut hat zu fühlen. Fühle die Welle also immer auf ihrem Höhepunkt anstatt es aufzuschieben und sich auf dem Höhepunkt der Lebenswelle zu sagen, sie zu fühlen, das schiebe ich jetzt auf. Natürlich geht das Aufschieben, aber wenn die Welle weg ist dann kannst du ihr nur noch hinterher trauern weil dieselbe Welle kommt niemals wieder.

Im Tantra gibt es dieses Trauern am Ende einer Beziehung nicht (zumindest im Idealfall nicht) weil ein intensiverer Umgang mit den Gefühlsenergien als im Tantra, zum Beispiel indem man die Energien kreisen lässt, ist kaum möglich. Und weil wir so intensiv mit den Energien (=Gefühle) umgehen (annehmen, durch den eigenen Körper laufen lassen und wieder zum Partner, den Energiekreis schließend), kann gar kein Bedauern entstehen, denn noch intensiver geht es kaum.

Um in deine wahre Gotteskraft zurück zu gehen, lass also allen Glauben los, dass deine aktuelle Partnerschaft ewig währen würde. Und lass überhaupt allen Glauben los, dass es irgendetwas in deinem Leben gibt, was ewig dauert.

Aufgabe: Prüfe an dieser Stelle ob es einen solchen Glauben in deinem Leben gibt !

Und entscheide dich, dein Zusammensein mit deinem Partner/in so intensiv zu fühlen wie es dir möglich ist, denn nur dann wirst du nichts zu trauern haben, wenn die Beziehung endet. Und ja, dies gilt auch für Beziehungen die noch gar nicht begonnen haben, also wenn du jemanden triffst, mit dem du noch nicht in einer sexuellen Beziehung stehst, fühle trotzdem alles in dieser Begegnung so intensiv wie möglich, denn auch dann wird es dir viel leichter fallen darüber hinweg zu kommen, wenn es gar nicht zu einer Beziehung mit dieser Person kommt.
Aus der Beobachtung der Natur können wir erkennen, dass das Ende einer Beziehung nicht länger als einen Augenblick dauern müsste - und was machen wir daraus ? Wir quälen uns oft monatelang ab, bis wir den Partner/in auch nur halbwegs gut vergessen können. Warum ist das so ? Weil wir noch so viel unerfülltes Fühlen (also verdrängte, nicht gefühlte Gefühle) aus der Partnerschaft haben, dass wir da riesige Berge von Zeit dafür verbrauchen müssen, bis das alles abgearbeitet ist. Ich habe erst jetzt wieder von einem Paar gehört, welches nun schon 7 Jahre im Trennungskrieg lebt mit Scheidungsanwälten usw, und ein Ende ist nicht absehbar - ist das nicht furchtbar wenn man die Zeit seines Lebens so vergeudet ?





[1] Und weil jeder das tief in sich als erlebte Wahrheit fühlt, bleibt ein Gefühl der Dankbarkeit (gegenüber dem Partner/in und gegenüber dem Leben) zurück und ein Gefühl der Fülle. Während nach dem Ende einer herkömmlichen sexuellen Beziehung so oft in der Praxis beobachtet werden kann, dass nichts als Hader und Zwist zurück bleibt..
Und das kommt daher, weil die Energie-Ebene so viel tiefer und wichtiger ist als alle anderen darüber liegenden Ebenen zusammen (also zum Beispiel die Gesprächsebene, die reine körperliche Ebene, die Ebene der gemeinsamen Aktivitäten, usw).


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