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Tantrische Beziehungen

Voraussetzungen für eine tantrische Partnerschaft

Eine Voraussetzung ist, dass wir fähig sein müssen uns zu entspannen. Das hört sich banal an, aber die Realität ist ja leider dass die allermeisten Menschen sich überhaupt nicht entspannen können. Und dies trifft oft auch auf Menschen zu die sich in der Esoterik Szene bewegen. Auch übergewichtige Menschen sind davon in vielen Fällen betroffen. Sie erscheinen ihrer Umwelt zwar meist als ruhig und entspannt, aber eben nur weil die Fettpolster zum Beispiel die inneren Wutspannungen überdecken. Dann gibt es Menschen die so verkopft sind, dass sie gar keine Chance haben ihren Körper zu fühlen, geschweige denn ihn zu entspannen. Wer einen Körperteil nicht fühlen kann, der kann ihn auch nicht entspannen ! Der tantrische Orgasmus ist aber nur in der Entspannung möglich. Dieses, Entspannung nicht zulassen können, führt ja gerade zu diesen zusammenziehenden, mehr Schaden als Nutzen erzeugenden Orgasmen, die so verbreitet sind und wo die meisten Menschen auch gar nichts anderes kennen oder sich vorstellen können. Es bedeutet nicht, dass man nicht üben sollte und könnte, aber man soll sich bewusst sein, dass man einen langen Weg vor sich hat. Niemand kann so mal auf die Schnelle Tantra erlernen, wenn er noch voll von Spannungen, Verkrampfungen und Blockaden ist, oder gar so sehr im Kopf lebt, dass die Spannungen im restlichen Körper gar nicht erkannt werden können, weil ihr Körper gar nicht mehr für die Person fühlbar ist.
Auch Menschen, besonders Frauen, die sehr viel (herkömmlichen, nicht tantrischen) Sex in ihrem Leben hatten, haben dadurch oft ihr Energiesystem so sehr in Richtung Yang verschoben, dass sie quasi wieder ganz bei Null anfangen müssen, weil sie ihre weibliche Seite so sehr unterdrückt haben, dass da oft kaum noch Zugang zu Yinkräften vorhanden ist.

Ja, aber ok, das ist jetzt auch ein lustiges Kapitel, weil um die perfekte Partnerschaft leben zu können, müsste man das was man aus der Partnerschaft zu lernen hat, also das was die Seele sich vorgenommen hat, in der Partnerschaft zu lernen, zu üben, zu erfahren, all das müsste man bereits bei Beginn der Partnerschaft beherrschen !
Da dies nie so sein wird, kann es die perfekte Partnerschaft auch gar nicht geben. Und hier sind wir bereits bei der wichtigsten Voraussetzung für eine tantrische Partnerschaft:

Wir müssen innerlich dieser universellen Wahrheit zustimmen, dass alles ein Üben, ein Lernen und ein stetiges sich Weiterentwickeln ist. Es gibt das Perfekte noch nicht, aber es gibt einen Teil in dir, der zu diesem Perfekten strebt. Das heißt eine Voraussetzung für eine tantrische Beziehung ist in dir ein Mindset, dass du IMMER offen bist für diese ständige Veränderung zum noch Besseren, zum noch mehr entfalteten Zustand deines Seins. (Das herkömmliche grundsätzliche Beziehungs-Denken lautet ja in etwa so, dass es nun für immer so bleibt, quasi bis der Tod uns scheidet. Dieses sich nicht mehr weiter entfalten ist der Mindset eines Menschen der im Prinzip bereits im Grab liegt. Das kann gar nicht zu einer dauerhaft guten Partnerschaft führen, was man ja in der Praxis auch ständig sehen kann.)
Zum tantrischen Denken gehört also, dass man anerkennt, dass es unendlich immer noch besser und besser werden kann und dass man versucht diesen Weg zu immer mehr Annäherung an das Göttliche auch zu gehen.

Das Unperfekte ist darum bereits perfekt, weil wir ihm erlauben perfekt zu werden.

Da die tantrischen Praktiken auch immer wieder einmal schwierige Energien an die Oberfläche spülen, mit denen man dann umgehen muss, sollte man optimalerweise über Grundwissen des energetischen Heilens verfügen. Im Idealfall beherrschen die beiden Partner mindestens eine Geistheilungsmethode, um Themen ergänzend zum Tantra schnell heilen zu können.
Überhaupt nehmen wir beim Tantra unser Schicksal und unser Leben in die eigene Hand. Wir steuern selbst, was geschieht. Wir heilen uns selbst und geben unsere Verantwortung über unser Leben und unsere Verantwortung über unsere Gesundheit nicht an andere Menschen ab. Dazu passt natürlich auch kein Opferbewusstsein, von dem es in herkömmlichen Beziehungen so viel gibt. Darum eine weitere Voraussetzung wäre:

Das tiefe innere Wissen, dass wir unsere Gefühle und damit unser Leben selbst erschaffen.
Wir müssen also erkannt und erlebt haben, dass wir mit unseren Gefühlen nie, nie, niemals von Reaktionen eines Partners oder einer Partnerin abhängen. Unser Gefühl entsteht immer in uns selbst und für das was in uns selbst geschieht, sind wir selbst verantwortlich, niemals ein Partner [1] oder ein anderer Mensch.
Es geht also um die totale Eigenverantwortung dafür, was wir fühlen. Wer hier noch Glaubenssätze in sich hat, dass eigene Gefühle, zum Beispiel auch das Gefühl Verliebt zu sein, vom anderen abhängt, der droht viel zu schnell in eine äußere Abhängigkeit zu gelangen. Abhängigkeit, Sucht und Tantra passt aber natürlich überhaupt nicht zusammen.
Auch wen wir lieben entscheiden wir selbst. Weil wir unser Herzchakra öffnen und schließen können, wie wir Lust haben, und gegenüber wem wir Lust haben, deshalb sind wir auch zu 100% für unser Verliebtsein zuständig. Wieviel Liebe du in dir trägst oder ausstrahlst oder wem du sie gibst, ist also niemals von jemand anderem abhängig, außer du erzeugst diese Abhängigkeit durch einen Aberglauben.

Hierzu nun gleich im nächsten Kapitel ein paar Übungen damit dir (wieder) bewusst wird, dass du selbst dein Herz (Herzchakra) kontrollieren kannst und damit dir bewusst wird, dass du dein Herzchakra bewusst kontrollieren kannst, dass du also durchaus nicht Opfer unbewussten Verliebtseins zu sein brauchst. Du selbst bist der Gott Amor der die Liebespfeile versendet, es ist ein göttlicher Anteil von dir selbst.





[1] Wenn ein solcher Glaube noch vorherrscht, dass der Partner oder die Partnerin für irgendwelche Gefühle zuständig oder schuld sei, dann ist dies bereits die ideale Brutstätte für gegenseitige Schuldzuweisungen, wie sie in herkömmlichen Beziehungen gang und gäbe sind. Eine höhere tantrische Beziehung zu führen ist dann kaum mehr möglich.


 


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