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Tantrische Übungen

Bevor in den nächsten Kapiteln verschiedene tantrische Übungen vorgestellt werden, hier ein paar allgemeine Ratschläge, die für alle folgenden Übungen im Buch gelten können:

Vorbereitung

Schaffe eine ruhige entspannte Atmosphäre, weil ihr solltet diese Herzübungen nur ausführen, wenn ihr beide entspannt und frei von Stress seid. Diese Stressfreiheit gilt für alle Übungen im Buch. Wenn noch ein grober Stress (zb Alltagsstress usw.) in deinem Energiesystem ist, dann mache irgendwelche Körperübungen oder laufe meinetwegen ein paar Kilometer durch den Wald oder schwimme durch einen natürlichen See, [1] oder was auch immer, Hauptsache der größere Stress verschwindet.

Feedback und Kommunikation während der Übung

Besonders für tantrische Anfänger ist es eventuell schwierig, zu reden und gleichzeitig im Fühlen zu bleiben. Aber betrachte auch dies als Übung. Gerade in unserer Gesellschaft ist es üblich, während dem Reden aus dem Fühlen-was-ist heraus zu gehen. Das ist natürlich nicht gut und alleine dies zu üben ist ein enormer Schritt in die Richtung eines ganzheitlichen Lebens. Auch zu üben, sich durch das Reden oder durch Worte des Partners nicht aus dem eigenen Fühlen zu bringen lassen, wäre eine wichtige Übung. Aber grundsätzlich geht’s beim Tantra primär ums Fühlen, weil mit der Fühl-Ebene sind wir der Energieebene um ein Vielfaches näher als mit der mentalen Gesprächsebene. [3] Trotzdem solltet ihr euch immer wieder auch mal austauschen, damit auch euer Partner/in weiß, wie ihr es im Moment erlebt. Gebt euch ab und zu gegenseitiges Feedback, zum Beispiel wie gut euch die aktuelle Übung auf einer Skala von 0 bis 10 gerade gelingt.
Aber trotzdem auch dann wenn es euch am Anfang kaum gelingt, nichts bewerten, das macht nichts. Setze dich oder deinen Partner/in auf gar keinen Fall unter Druck, denn Spaß und Freude soll es ja auf jeden Fall machen !! (Wenn etwas nicht gelingt, dann übrigens meist deswegen weil noch zu viel Spannung da ist - dann einfach noch tiefer entspannen. Der Vorgang zum Beispiel, dass man die Liebe zum Partner fließen lässt, ist ja an sich etwas ganz und gar natürliches. Niemand muss es wirklich lernen, wir müssen es letztlich einfach nur zulassen. ALLES, was wir im Tantra praktizieren, sind eigentlich energetische Vorgänge die von der Natur so vorgesehen sind und darum gar nicht wirklich gelernt werden müssten. Wir müssen sie eigentlich nur einfach wieder einüben, damit sie uns wieder selbstverständlich werden !)

Über Gefühle reden

Wenn Gefühle in dir hochkommen, dann ist es grundsätzlich in Ordnung darüber zu sprechen, aber, wichtig, bleibe beim darüber sprechen achtsam in dem Gefühl. Zerstöre das Gefühl nicht durch dein Sprechen, also in dem Sinne, dass man sich beim Sprechen über das Fühlen stellt. Weil:
Fühlen ist wichtiger als Sprechen !
Sprechen ist nur Ausdruck unseres Verstandes, während Fühlen ist Ausdruck unseres ganzen Seins.
Sprich also achtsam, also zum Beispiel auch so, dass der andere in seinem Fühlen nicht beeinträchtigt wird. Also nicht nur du selbst, sondern auch der andere sollte nach Möglichkeit nicht aus seinem Fühlen herausgerissen werden wenn du über deine Gefühle sprichst.
Und hier sind wir dann bereits bei einer eigentlich ganz wichtigen tantrischen Übung: Nämlich wie schon oben angedeutet, es zu üben, während dem Sprechen trotzdem weiterhin zu fühlen. Darum, wann immer du sprichst, übe es während dem Sprechen (oder als Zuhörer, während dem Hören) weiterhin zu fühlen. (Ich weiß ich komm jetzt zu weit vom Thema ab, aber in unserer Gesellschaft wird so oft das Sprechen und das Fühlen getrennt - und wir sind dann aber immer von der göttlichen Einheit, also mit unserem Fühlen, getrennt.) Nun denkst du vielleicht, ja, um meinen Partner/in nicht im Fühlen zu stören, spreche ich lieber nicht - aber auch das ist nicht gut. Mute deinem Partner/in einfach zu, dass er oder sie es auch als Zuhörer üben darf, während dem Zuhören in seiner eigenen Kraft, also in seinem Fühlen zu verweilen. Dies alles zu üben ist wichtig und vielleicht hier noch der Hinweis, wie man beim Zuhören trotzdem im Fühlen bleibt:
Und zwar, man muss einfach nur aufhören zu bewerten, aufhören zu urteilen, also neutral bleiben. Sobald wir werten, sind wir im Verstand und haben das Leben, also die fühlende Lebenskraft verloren !

Tränen

Auch hier gilt das selbe wichtige Prinzip: Nicht werten. Wenn Tränen fließen, dann heißt das, dass viele Gefühle hochkommen, und das ist in Ordnung.[4] Einfach zulassen und weiter im Fühlen bleiben. Für den Partner/in gilt: Nichts bewerten, einfach geschehen lassen, tief weiteratmen, damit der Energiefluss gut intakt bleibt. Taschentuch für Tränen anbieten.

Immer tief und stetig atmen

Immer atmen ist wichtig, weil sobald wir mit dem Atmen stoppen, dann kommen wir in einen Energiemangelmodus der für unseren Körper nur dann angebracht ist, wenn er zwei Meter unter der Erde liegt. Wie willst du einen stundenlangen Orgasmus haben, wenn du aufhörst zu atmen ?? Aufhören zu atmen ist wie aufhören zu leben. Darum immer tief atmen und wann immer du bemerkst, dass deine Partnerin oder dein Partner aufhört zu atmen, erinnere sie oder ihn dann liebevoll sofort zum Beispiel mit dem Worten „tief atmen“ daran weiter zu atmen.

Dieses Atmen ist übrigens auch wichtiger als ein Orgasmus. Wenn sich deine Partnerin/Partner beispielsweise einem Orgasmus nähert und aufhört zu atmen, dann erinnere sie daran weiter zu atmen, auch wenn sie dadurch vielleicht sogar zunächst aus dem Orgasmus rauskommt, weil ein Orgasmus ohne stetiges tiefes Atmen dauert sowieso nur kurz und ist wenig wert. Mit einem Ferrari willst ja auch nicht nur 100 Meter fahren.





[1] Natürlich möglichst nicht durch ein gechlortes Wasser, denn solches Chemiewasser hat meist nicht die Kraft sich selbst zu reinigen, das heißt man nimmt dann unter Umständen negative Energien auf. Generell hat Wasser die Fähigkeit eventuell vorhandene Spannungen zwischen Akkupunkturpunkten temporär auszugleichen, und führt so in einen entspannteren Zustand (was auch durch Duschen funktioniert).

[2] Den allermeisten Menschen ist gar nicht bewusst, dass wir eigentlich jedes Mal (und da meine ich jetzt wirklich jedes einzelne Mal) wenn wir unsere Sprache benutzen, dass wir dabei immer eine Wirkung beim oder im Anderen hervorrufen. DAS ist eigentlich bereits Hypnose. Und es bedeutet dass eigentlich jeder Mensch Hypnose beherrscht ! Es wird lediglich nur dann Hypnose genannt, wenn es bewusst praktiziert wird - aber können und tun, tut es eigentlich unbewusst sowieso jeder immer und ständig. Darum, wenn du in einer Situation bist, wo du fühlst, dass du verbal unterstützend eingreifen kannst, dann tu es einfach und hilf deinem Partner, deiner Partnerin verbal mit sanften Worten in eine tiefere Entspannung zu gehen. Meist kennen wir ja unseren Partner/in so genau, dass wir durchaus wissen, wo und in welchem Körperbereich seine Spannungen sitzen. Oder wir kennen vielleicht seine/ihre aktuellen Sorgen und Probleme und können gezielt mit den passenden Worten und Formulierungen einen entsprechenden Stressabbau erreichen.

[3] Manchmal kommt es ja vor, dass ein Kommunikationsmangel da ist und dann sagt zum Beispiel die Frau „Wir müssen mal miteinander reden“ - aber ganz oft ist in solchen Fällen auch gleichzeitig ein Fühlen-Mangel. Dass es in unserer Gesellschaft nicht die Redewendung „Wir müssen mal miteinander fühlen“ gibt, zeigt da auch schon wieder die Unterdrückung des Fühlens (Yin). Also um aus diesem Ding auszusteigen, das nächste Mal nicht ein ernstes Wort miteinander reden, sondern: „Wir müssen mal ein ernstes Wort miteinander fühlen“.

[4] In Ordnung ist es darum, weil deswegen machen wir das alles ja: Nämlich damit der alte angestaute Scheiß nach oben kommt und abfließen kann. Also freue dich.


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